Feeds:
Beiträge
Kommentare

Verwoben

  Verwoben im Netz der Liebe
  mit den Fäden der Zärtlichkeit   
  und  Leidenschaft
  webt sie fortwährend den Kokon
  untrennbar vereint
  Sonne auf den Lippen
  und der Wind weht mit sanfter Brise
  die Leichtigkeit ins Herz
  der Unendlichkeit.

Bewohne mein Haus

bediene dich meiner Sachen,
mach dir’s bequem.

Komm in mein Leben,
spreche dich aus oder spiele
mit meinen Gedanken.

Sage, wenn möglich:
Hier bin ich, hier bleib ich,
hier bin ich zuhaus.

Und sag nicht nur ich, sage du, sage wir,
sag das schöne Wort : immer.

(Lothar Zenetti)


Das Versprechen

Das Versprechen

Bahnhöfe bedeuten immer entweder Ankommen oder Abschied. Manchmal Tränen und dann wieder unendliche Freude.
Manchmal hastet man, um nicht zu spät zu kommen und dann wieder fällt jeder Schritt so schwer, weil man weiß, dass man in die verkehrte Richtung geht und der Weg zum Abschied führt.

Es ist eisig kalt an diesem Samstagabend und Schnee verfängt sich in meinen Haaren.
Auf dem Bahnsteig hasten Menschen an mir vorbei, deren Gesichter nur vorbeihuschende Schatten für mich sind.
Ich habe keinen Gedanken daran sie überhaupt mit ihren Konturen wahrzunehmen, geschweige mich mit der Frage zu beschäftigen, was sie wohl zum Bahnhof treibt.
Viel zu früh bin ich auf diesem Bahnsteig und die Sekunden verrinnen viel zu langsam, vor allem wenn man wartet so wie ich.
„Warte auf mich“, hast Du mir an einem frühen Morgen geschickt. An einem Morgen, an dem wir schon vermissend aufwachten und die Sehnsucht in uns trugen.
Und ich gab Dir mein Versprechen, weil es mein Fühlen war: „ Ich werde immer auf Dich warten, egal wie lange es dauert.“
Vertrauen war schon da das Geschenk, welches wir uns machten und damit wusstest Du, dass es nicht nur ein Versprechen war.

Die Lautsprecheransagen auf dem Gleis sagen mir mit eindringlicher Stimme, dass es noch länger dauern wird und es spielt keine Rolle, wenn man weiß, dass es für ein ganzes Leben ist.
Berlin-Düsseldorf, die Strecke ist vereist und es ist eisig kalt auf dem Bahnsteig. Der Wind zieht seine Runden durch die Hallen, aber es ist ok, denn ich wärme mich von innen nach außen, mit all dieser Glut, die Du mir bereits geschenkt hast, in all diesen Dämmerungen, die vom ersten Tag an nur unsere waren.
Berlin-Düsseldorf und Düsseldorf-Berlin eine Strecke, auf der bereits alle Gleise die Melodie unserer Liebe spielen und jeder Grashalm am Wegesrand sie leise mitsummt.
Eine Strecke, die mal leise mitlacht, weil das Glück des Ankommens mitfährt und dann wieder unsere Tränen zählt, weil Sehnsucht nach dem Abschied so unendlich brennt.

Es ist eigenartig still auf dem Bahnsteig als der Zug sanft auf dem Gleis abbremst. Oder es ist gleich bleibend laut und ich vernehme nur nichts, weil da nur mein Herzschlag ist, der alles andere übertönt.
Auch wenn ich gar nicht weiß, in welchem Wagen Du sitzt, stehe ich genau an der Tür, wo mich zum ersten Mal Deine Augen berühren.
Du lachst mich an und mir fällt zum ersten Mal auf, dass Deine Augen so intensiv mitlachen und mir schon beim ersten Blick eine Geschichte erzählen, die von Liebe handelt und von Glück und vom Ankommen.
Du nimmst mein Gesicht in beide Hände und nennst mich Deine Sehnsucht und ich weiß wie Du fühlst.
Eine winzige Geste, die so viel Wärme ausstrahlt und nicht ein einziges Wort gebraucht, um auszudrücken, welches Gefühl uns verbindet.

Es ist eine kalte Nacht. Schnee fällt ohne Unterlass und doch stapfen da 2 Menschen durch eine Stadt, eingehüllt in sich gegenseitig schenkender Wärme.
Es ist eine kalte Nacht und doch lodert in diesen 2 Menschen eine Glut, von der sie beide schon wissen, dass sie ein gemeinsames Leben bedeutet.
Es ist eine kalte Nacht und Du hast in all den Nächten zuvor alleine an einem Fenster gestanden und in die Nacht geraucht und jetzt stehen wir beide hier zusammen an einem Fenster und schauen hinaus in ein dunkles Schwarz, welches vor uns erhellt wird von den Lichtern dieses hohen Turmes.
Es ist eine kalte Nacht und ich denke daran, dass Du in vielen Nächten alleine durch eine Stadt gelaufen bist und mir dann von den Laternenlichtern erzählt hast, die Du mir zeigen willst.
Und jetzt machen hier die Lichter dieses Turmes den Anfang. „Man kann die Zeit an diesen Lichtern ablesen“, flüstere ich leise in Dein Ohr.
Und ich weiß, dass Du mich verstehst. Hier ist jetzt unsere Zeit, die an einem Tag im Dezember begonnen hat.
Auf einmal ist es eine wärmende Nacht und ein kleiner Raum wird zu einem Himmelreich durch das wir auf Wolken schweben.
Jede Sekunde wird zu einer Kostbarkeit, die wir in unserem unendlichen Buch festhalten.
Wir reden, lachen, fühlen und lieben uns in dieser kalten Nacht und wissen, dass es der Anfang der Unendlichkeit ist.
Genau wie unser Buch mit diesen vielen weißen Seiten, die wir mit unserem Herzen, Atem und Blut beschreiben und mit unserer Liebe und Leidenschaft füllen.
Immer wieder schauen wir uns in dieser Nacht an. Und es ist ein Blick in dem wir unsere Liebe erkennen.
„Wir mussten uns einfach begegnen.“ Ja das mussten wir.
Und die Lichter an diesem hohen Turm blinken im gleichen Takt wie unsere Herzen schlagen.
Es ist unsere Zeit, und es ist ein erhabener Moment, als uns das bewusst wird.
Die Lichter an dem Turm leuchten bis in die Ewigkeit und werden uns immer zeigen, dass unsere Liebe für 2 Leben reicht und noch mehr.
Ich liebe Dich.

Angekommen

Du sagst, an dem Turm könne man die Zeit ablesen, und ich schaue auf viele bunte Lichter, doch Zeit bedeuten sie für mich nicht. Es ist das schönste Leuchten, was ich je gesehen habe, denke ich, und betrachte dein Spiegelgesicht neben dem meinen, in einem Fenster, vor dem wir beide stehen.

Es ist ganz still in dieser Nacht, obwohl unsere Stimmen jede Minute vertonen, vielleicht, weil wir das Neue in Worte fassen wollen, weil Ausgesprochenes die Realität bedeutet, vielleicht, weil Flüstern genauso laut sein kann, vielleicht, weil wir den anderen am eigenen, vergangenen Schweigen teilhaben lassen wollen.

Und vorher?

Ein Zug, der an einem Bahnhof hält wird niemals Ankommen bedeuten, und Aussteigen kann niemals Bleiben versprechen, es sei denn, Du bist es, die an diesem Bahnsteig steht, es sei denn, es ist dein Gesicht, das ich ertaste, es sei denn, es sind deine Lippen…

Eine Berührung wie damals geschehen kann niemals von der Haut genommen werden.

Du sagst, an diesem Turm kann man Zeit ablesen, und jetzt schaue ich in dieses Blinken, und verstehe.

In Nächten wie diesen kann man neugeboren werden, oder sterben…in Nächten wie diesen kann man sich an sich selber festhalten oder sich in Grenzen bewegen, in Nächten wie diesen kann man sich selbst belügen und mit Hingabe die Morgende gestalten, in Nächten wie diesen…

Und als ich mich umdrehe ist dort dein Gesicht, ganz nah, und in deinem Atem ist schon der Kuss, den ich Dir gleich geben werde, und in meinem Lächeln ist eine Antwort:

Ich verstehe, an diesem Turm kann ich für immer eine Zeit ablesen, weil ein Bild wie dieses Erinnerung bedeutet, und ich lache, und sage, in einer Nacht, in dieser Nacht kann auch ein Leben beginnen.

Und später?

An meinen Händen fühle ich deine Wangen, deine Haare, an meinen Fingern bleibt für immer ein erster Augenblick.

Wir mußten uns einfach begegnen, und ich schaue dich an, und wir lachen, weil diese Sätze Ankommen bedeuten.

Gibt es eine Liebe, die für zwei Leben reichen kann? Ja.

Meine Sehnsucht bist du. Ich liebe Dich.

 

Für immer und ewig

 

Für immer und ewig

nehme ich Deine Hand,

um sie zu halten wenn Du Dich alleine fühlst

um Dich zu wärmen wenn Du frierst

um über sie zu streicheln weil ich Dir meine Zärtlichkeit geben will von der jeder meiner Gedanken erfüllt ist.

 

Für immer und ewig

nehme ich Deine Hand,

um bei Dir zu sein, weil auch ich Deine Nähe brauche

um Dich zu beschützen, da wo auch Du Licht in meine Dunkelheit bringst

um Dich zu stärken, wo Du mich durch unser Wir so unendlich stark gemacht hast

um mit Dir durch unser Leben zu fliegen

gehüllt in die Wärme, die wir uns geben.

 

Für immer und ewig

nehme ich Deine Hand

um Dir wortlos zu sagen:

 

Ich liebe Dich.

Mein Gedicht für Dich

Mein Gedicht für
Dich
mit den Augen geschmeckt
jedes ungesagte Wort
mit der Nase gefühlt
jede Zärtlichkeit von Anbeginn
mit den Ohren gesehen
Deinen Duft, der mich durch die Zeit fliegen lässt
mit dem Mund gerochen
Dein Bild was nur alleine meins ist
mit der Hand gehört
jedes Geschenk in Liebe

bis zum letzten Atemzug.

***

Mein schönstes Gedicht?
Ich schrieb es nicht.
Aus tiefsten Tiefen stieg es.
Ich schwieg es.
[Mascha Kaléko]

Liebend

Das Leben hat Platz genommen und nimmt mich ein, so mitten hinein in einen nicht enden wollenden Flug durch die Jahreszeiten. Gemeinsam mit dir.
Du wärmst, auch wenn mir mal der Sturmwind kalt ins Gesicht bläst und hältst mich wenn ich dadurch ins Straucheln komm.
Du kühlst meine heiße Stirn, wenn die Glut von innen nach außen dringt und fächerst mir Luft zu, weil du spürst, wenn die Sehnsucht nach dir mir den Atem raubt.

Das Leben hat Platz genommen und ich möchte so gerne dein Leuchten im Dunkeln beschreiben, weil deine Augen immer strahlen und du mit deinem Sein jeden Raum erhellst.
Ich möchte deine Liebe malen mit meinem Herzschlag und mit der Glut die du in mir entfachst. Feuerrot und Sonnengelb dazu ein paar Spritzer warmes Meerblau und nicht zu vergessen das Nachtschwarz für unsere Dämmerung.
Unser Glück möchte ich betanzen zu einer unendlichen Melodie, die nur wir beide hören, weil wir sie in uns fühlen. Unsere Leidenschaft gibt die Noten vor und unser Verlangen den Takt.
Zärtlich möchte ich dich im Wiegeschritt berühren und mein Gesang wird dir dabei von meiner Lust und meinem Begehren erzählen.

Das Leben hat Platz genommen in diesem unseren Kreis und ich möchte dein Gesicht besingen und deine Augen, die mich in Liebe anschauen und durch die ich hindurchschauen kann in dein Innerstes, was du nur mir zeigst im Vertrauen, weil du weißt, dass ich verstehe.
Ich möchte von deiner Stimme erzählen, die mich berührt vom ersten Ton an, was immer du sagst.
Das Leben hat Platz genommen.
Mein Versprechen habe ich dir geschrieben und du mir deins. Mit dir für immer und ewig.
Durch jede Jahreszeit im gemeinsamen Flug.